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Erstvorstellung & ganzheitliche Diagnostik

Eine sorgfältige, somatisch mitdenkende psychiatrische Diagnostik – von der Vorbereitung auf den ersten Termin bis zur sicheren medikamentösen Einstellung.

Meine Behandlung berücksichtigt nicht nur die psychische Symptomatik, sondern auch relevante körperliche Faktoren. Ziel ist eine belastbare Diagnosegrundlage, auf der eine sinnvolle, sichere und individuelle Behandlung aufgebaut werden kann.

Körperliche Basisdiagnostik: Labor und EKG vor der medikamentösen Einstellung

Vor einer medikamentösen Einstellung ist eine aktuelle körperliche Basisdiagnostik wichtig. Hierzu gehören nach Möglichkeit ein aktuelles Labor und – je nach geplanter Medikation und individueller Situation – ein aktuelles EKG mit Kurve und nachvollziehbarer QT-/QTc-Zeit.

Patientinnen und Patienten werden gebeten, zur Erstvorstellung nach Möglichkeit aktuelle Laborwerte mitzubringen, idealerweise nicht älter als zwei Wochen. Sinnvoll sind insbesondere:

  • Großes Blutbild
  • Leberwerte
  • Nierenwerte
  • Elektrolyte
  • TSH basal, fT3/fT4
  • HbA1c
  • Vitamin-D-Spiegel
  • Vitamin B12, Folsäure
  • Testosteron
  • bei Bedarf weitere Parameter

Kein Hausarzt oder keine aktuellen Befunde? Patientinnen und Patienten, bei denen noch keine aktuellen Werte vorliegen, können in der Praxis eine entsprechende Empfehlung bzw. Überweisung für die notwendigen Untersuchungen erhalten.

Vorbefunde und eigene fachärztliche Prüfung

Vorbefunde, Arztbriefe, frühere Diagnosen und Behandlungsberichte werden selbstverständlich berücksichtigt. Gleichzeitig ist es aus fachärztlicher Sicht erforderlich, die Diagnosesicherheit im Rahmen der eigenen Untersuchung erneut zu prüfen. Dies gilt besonders, wenn Diagnosen im Ausland gestellt wurden, ältere Befunde vorliegen oder eine komplexe Vorbehandlung stattgefunden hat.

Die Diagnostik besteht daher nicht aus einer reinen Übernahme vorhandener Angaben, sondern aus einer Kombination von ausführlicher klinischer Anamnese, fachärztlicher Gesprächsdiagnostik, differenzialdiagnostischer Einordnung und orientierenden testpsychometrischen Verfahren.

Ablauf der Erstuntersuchung: gründlich, strukturiert und bei Bedarf mit Pausen

Die Erstuntersuchung kann je nach Fragestellung, Schweregrad und Komplexität der Symptomatik unterschiedlich lange dauern. Neben der gebuchten Gesprächszeit kann bei komplexen Fällen zusätzlicher Zeitbedarf entstehen, insbesondere wenn umfangreiche Vorbefunde, Testverfahren, differenzialdiagnostische Fragen oder mehrere Störungsbereiche berücksichtigt werden müssen.

Bei umfangreichen Untersuchungen oder erhöhter Belastung können Pausen sinnvoll sein, damit Patientinnen und Patienten zwischen Anamnese, Fragebögen, Testverfahren und Besprechung genügend Erholungsmöglichkeit haben. Ziel ist keine schnelle, schematische Ja-/Nein-Diagnostik, sondern eine fachärztlich fundierte, nachvollziehbare und individuelle Gesamtbeurteilung.

Prävention, Prophylaxe und aktives Selbstmonitoring

Ein wichtiges Ziel meiner Behandlung ist nicht nur die Reduktion akuter Symptome, sondern die langfristige Verbesserung von Lebensqualität, Belastbarkeit und Selbststeuerung. Dazu gehören Psychoedukation, das frühe Erkennen von Verschlechterungen, die rechtzeitige Anpassung der Behandlung sowie ein achtsamer Umgang mit Arbeitsbelastung, Schlaf, Stress, Medikamentenwirkung und Nebenwirkungen.

Gerade in der Einstellungsphase kann es sinnvoll sein, Werte wie Blutdruck, Puls, Gewicht oder das Ess- und Trinkverhalten zu dokumentieren und der Praxis mitzuteilen. Ein solches strukturiertes Monitoring erhöht die Sicherheit und verbessert die individuelle Anpassung der Behandlung.

Gut vorbereitet zum ersten Termin

Bringen Sie nach Möglichkeit aktuelle Laborwerte und relevante Vorbefunde mit.

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